Der Deutsche Friedenspreis für Fotografie hat als Sonderkatgorie des Felix Schoeller Photo Award eine eigene sechsköpfige Jury. Sie besteht aus drei Jurymitgliedern des Felix Schoeller
Photo Award. Zusätzlich werden drei weitere Personen aus den Bereichen Friedensforschung
und zeitgenössische Kunst in die Jury berufen. Die Jury entscheidet völlig unabhängig über die
konzeptionelle und fotografische Qualität der Arbeiten. Sie kennt Namen und Herkunft der
Einreicher nicht.

Michael Dannenmann

Jury-Vorsitzender

Photo Tatjana Blechert

Michael Dannenmann studierte zuerst Kunst an der Kunstakademie Stuttgart, danach Fotografie an der Hochschule Dortmund. Wenn er nicht gerade die Jury leitet, ist er weltweit unterwegs, um Menschen für seine viel beachteten Porträtarbeiten zu inszenieren. Seit 1990 porträtiert er vor allem Künstler, Tänzer, Musiker, Schriftsteller sowie Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik in ihrem persönlichen Umfeld oder in seinem eigenen Studio. Seine Arbeiten werden unter anderem in internationalen Magazinen, in Buchprojekten, aber auch in zahlreichen Ausstellungen und Sammlungen gezeigt. Neben seiner fotografischen Arbeit führt Michael Dannenmann Workshops durch und kuratiert Ausstellungen. Er ist Mitglied in der DGPh.


Gérard A. Goodrow

Photo Tobias Grewe

Gérard A. Goodrow (geb. 1964 in New Jersey/USA) studierte an der Rutgers University in New Jersey, der City University of New York und der Universität zu Köln. Seine wichtigsten beruflichen Stationen sind u.a. das Museum Ludwig in Köln (1992-1996), die Ursula Blickle Stiftung in Kraichtal (1994-2001), das Auktionshaus Christie’s in London (1996-2003) sowie die Kunstmessen ART COLOGNE und Cologne Fine Art (2003-2008). Seit 2007 ist er Dozent am CIAM – Zentrum für Internationales Kunstmanagement in Köln und Düsseldorf. Gérard Goodrow organisierte in den letzten 25 Jahren über 50 Kunst- und Fotoausstellungen im In- und Ausland. Er ist gefragter Vortragender und Publizist zur internationalen Gegenwartskunst, Fotografie und dem globalen Kunstmarkt. Gérard A. Goodrow lebt heute als freier Kurator und Autor in Köln.


Nils-Arne Kässens

Photo: Angela von Brill

Nils-Arne Kässens ist Direktor des Museumsquartiers Osnabrück, zu dem das Felix-Nussbaum-Haus, das Kulturgeschichtliche Museum, die Villa Schlikker sowie das Akzisehaus gehören. In seiner Laufbahn realisierte Kässens national und international eine Vielzahl von Kunstprojekten, zum Beispiel für die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, die Kunsthalle Friedericianum, das Museion Bolzano oder die sculpture x/USA. Nils-Arne Kässens hielt als Gastdozent Vorträge unter anderem an der Universität Kassel, der Leuphana Universität Lüneburg, der Windsor University/Canada oder der Wayne-State-University/USA.


Dr. Dana Landau

Photo: Isabel Prinzing

Dana Landau ist Senior Researcher bei der Schweizerischen Friedensstiftung "swisspeace", einer praxisorientierten Friedensforschungseinrichtung der Universität Basel. Sie promovierte in Politikwissenschaft an der University of Oxford, Department of Politics and International Relations. Zuvor war sie als Post-Doktorandin am Graduate Institute of International and Development Studies in Genf tätig, wo sie sich auch mit dem Transfer von Forschungsergebnissen zu Friedensaufbau, Mediation und Friedensprozessgestaltung in den Bereichen Politik und Praxis beschäftigte. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Fragen der ethnischen Vielfalt und Integration in der Friedensförderung und -schaffung, dem Aufbau von Staaten nach Konflikten, insbesondere in den westlichen Balkanstaaten, sowie auf Minderheitenrechte, Nationalismus und Flüchtlingsrückkehr. Zuvor arbeitete sie in Pristina, Kosovo, für NGOs, internationale Organisationen und die Schweizer Regierung in den Bereichen Minderheitenrechte, Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit.


Prof. Dr. Ulrich Schneckener

Photo KHK/GCR21

Ulrich Schneckener ist seit 2009 Professor für Internationale Beziehungen & Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Osnabrück. Er studierte Politikwissenschaft an den Universitäten Mainz, Leipzig und Berlin sowie an der London School of Economics, er promovierte 2000 an der Universität Bremen und arbeitete von 2002 bis 2009 an der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Seit 2016 ist er Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF). Er forscht seit über 20 Jahren zur internationalen Sicherheits- und Friedenspolitik sowie zum Umgang mit Bürgerkriegen und politischer Gewalt. Zu seinen wichtigsten deutschsprachigen Veröffentlichungen gehören „Auswege aus dem Bürgerkrieg“ (Edition Suhrkamp, 2002), „Transnationaler Terrorismus“ (Edition Suhrkamp, 2006), „Fragile Staatlichkeit“ (Herausgeber, Nomos 2006) und „Der lange Schatten der Miliz“ (Ko-Autor, Campus 2016).


Clara Maria Sels

Photo Joanna Kischka

Clara Maria Sels hat 2011 mit Werner Lippert, dem ehemaligen Direktor des NRW-Forums Düsseldorf, das Duesseldorf Photo Weekend gegründet. 2013 übernahm sie die Leitung des Festivals und hat es erfolgreich alleine weitergeführt. In den Jahren 2014 und 2015 organisierte Clara Sels die Ausstellungen im NRW-Forum Düsseldorf zum Duesseldorf Photo Weekend. Ein Highlight des Fotovestivals 2016 war die Ausstellung HP Horst Photographer of Style, die auch durch die Initiative des Duesseldorf Photo Weekends in Düsseldorf gezeigt werden konnte. Clara Sels ist Inhaberin der Galerie Clara Maria Sels in Düsseldorf, die sie 1989 gründete. Zu ihren ersten betreuten Fotokünstlern gehörten unter anderen Duane Michals und Francesca Woodman.